Medienschau

Allein wegen meinem Beruf verbringe ich viel Zeit im Netz. Auf der Suche nach fernsehtauglichen Schlagzeilen durchforste ich Blogs, Nachrichtenportale und die großen Medienhäuser. Welche Artikel aus den verschiedensten Gründen mir am Ende der Woche in Erinnerung geblieben sind, könnt ihr ab sofort jeden Sonntag meiner Medienschau entnehmen:

Heute wird über Frankreichs Zukunft entschieden. Eine interessante Alternative zu den üblichen Wahlprognosen und Stimmungen, liefert diese Woche ZEIT ONLINE mit ihrem Besuch bei keinem Geringeren als Georg Stefan Troller, DEM großen Fragesteller des TV Journalismus. Berühmt wurde er durch seine Sendung Pariser Journal in den Sechziger Jahren, in denen er voller Esprit und Neugierde den Deutschen seine Franzosen erklärte. Wie denkt der Mann,  der seit 1949 in Paris lebt, über die Wahl?

Warum gibt es in Deutschland eigentlich keine einzige Serie, die es mit einer amerikanischen Produktion aufnehmen kann? Diese Frage beherrschte den Serien Summit in Köln. Uwe Mantel fasst auf DWDL verschiedene Einschätzungen und Tendenzen zu diesem Thema zusammen. Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, dafür aber verschiedene Lösungsansätze.

Jungs haben ein Hobby, Mädchen haben…einen Freund: Klingt erstmal doof, aber wenn man länger drüber nachdenkt, ist leider viel Wahres dran. Amelie von Amazed Mag geht diesem Phänomen auf dem Grund und findet viele gute Gründe, warum wir Mädels vielmehr Zeit in uns selbst und unsere Hobbys investieren sollten.

Dorf oder Stadt? Als gebürtige (Rand-) Berlinerin und Potsdamer Wohlstandsmädchen, Teilzeit Rostockerin und seit anderthalb Jahren Neu – Leipzigerin treibt mich in letzter Zeit immer häufiger die Frage rum, wie ich in Zukunft leben möchte. Wo wartet das Glück auf mich? Auf dem Land oder in einer Großstadtmeptropole? Maria von Ende Mitte Zwanzig findet am Ende ihres schlauen Essays dazu eine bezaubernde Antwort.

Als ich an diesem Wochenende eine lange Radtour mit meinem Freund durch den Leipziger Auenwald unternommen habe, musste ich an Melodie Michelbergers eindringlichen Worte denken, die sie Muxmäuschenwild entgegnete: „Hört auf, ständig in austauschbare Shopping Malls zu gehen und geht an den Wochenenden in den Wald. Hört auf, in Eurer Freizeit immer mehr zu konsumieren, Konsum ist kein Hobby. Stellt stattdessen mal etwas mit Euren eigenen Händen her oder setzt Euch einfach in den Park, sprecht mit Euren Nachbarn oder hört den Vögeln zu. Klappt den Computer zu, guckt Euch in die Augen und fasst Euch an den Händen.“ Da kann ich gar nicht oft genug zustimmend nicken.

Wenn die kleine Krise kommt und das Leben plötzlich Kopf steht – was tun? Den Kopf in den Sand stecken, den Lebensentwurf komplett neu überdenken, alles hinwerfen und sich neu erfinden? Maren Aline Merken beleuchtet das große Thema Selbstverwirklichung, das vermutlich uns alle irgendwann mal heimsucht, aus verschiedenen Perspektiven. Dabei geht sie Fragen nach wie: Ist der Wunsch nach Selbstverwirklichung am Ende einfach nur Torschusspanik? Leiden auch Frauen unter dem so genannten Peter Pan Syndrom? Wie geht man damit um, wenn man trotz Kind und Karriere merkt, dass das Leben nicht mehr zu einem passt? Ein Artikel, der mich in meiner aktuellen Stimmung (große Zweifel, ob ich wirklich den Beruf der TV Journalistin noch lange machen möchte) total gefangen genommen hat und viel Trost gespendet hat.

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ohluisa

Hinter dem ICH steht ein kurzer Name: Luisa. Eine Zahl: 25. Eine Stadt: Leipzig. Ich bin: Ständig auf der Suche – nach einem Schlüssel, einer Mütze, meinem Kopf. Aber auch nach Momenten, die berühren, Menschen, die inspirieren, nach Geschichten, die in Kopf und Herz bleiben. Mich selbst kenne ich je nach Kalendertag mal besser, mal schlechter. Ich kann: gut Smalltalk betreiben, Kaffee kochen und kuscheln. Was gar nicht geht: ist laut werden (ich arbeite dran), fluchen und pfeifen. Mein Geld verdiene ich in der Anstalt: Beim Fernsehen. Ich arbeite seit knapp einem Jahr als Redakteurin und schwanke zwischen himmelhoch jauchzend und na, ihr wisst schon. Auf Multimädchen schreibe ich über meine Liebe zu den Medien, allen voran Büchern und Filmen. Aber auch darüber, wie es heutzutage so ist, 25 zu sein. (Nämlich meistens schön und oft sehr anstrengend.) Welche Kämpfe es anzutreten gibt, was Freundschaft bedeutet, was bleibt und was geht.

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